Gleichgeschlechtlich liebende Menschen

Befreit zur Gemeinschaft in Vielfalt


Kirche ist lebendig, wo sie Menschen die befreiende Botschaft von Gottes Liebe und Gerechtigkeit vermittelt. Sie ist glaubwürdig, wo sie sich mit ihrer eigenen Praxis an diese Botschaft hält: Wo sie Partei für diejenigen ergreift, die in Kirche und Gesellschaft benach-teiligt sind. Als Christinnen treten wir für Gerechtigkeit, für Menschen- und Frauenrechte in Kirche und Gesellschaft ein. Wir übernehmen Verantwortung für den Aufbau einer Gesellschaft, in der Minderheiten geschützt sind und Menschen ihre Lebensgemeinschaft ihrer sexuellen Identität entsprechend verantwortlich gestalten können.   >>> Weiterlesen

 
Pränataldiagnostik

Spätabbrüche

Schwangerschaftsabbrüche jenseits der 22. Woche stellen einen besonderen ethischen Problemfall dar, ab diesem Zeitpunkt ist der Fetus potenziell außerhalb des Mutterleibs lebensfähig. Nach geltender Gesetzeslage stellt aber nicht der die Behinderung bzw. Krankheit des Fetus eine ausreichende Begründung für einen medizinisch induzierten Schwangerschaftsabbruch dar, sondern allein der Gesundheitszustand der Schwangeren. Wir sehen daher keine Notwendigkeit, den Gesetzeswortlaut des §218a Abs. 2StGB zu ändern. Wir befürworten jedoch eine umfassendere ärztliche Aufklärung und das Angebot einer unabhängigen psychosozialen Beratung vor Inanspruchnahme von Pränataldiagnostik. Weiterhin setzen wir uns für eine Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für ein Leben mit behinderten bzw. erkrankten Kindern ein. 

 
Schwangerschaftsabbruch

§ 218 - Argumentations- und Arbeitshilfe

Der Schutz ungeborenen Lebens ist keine private Angelegenheit, nur werden schwangere Frauen dabei von Politik und Gesellschaft weitgehend allein gelassen. Das grundgesetzlich garantierte Recht auf Leben kann aber nur umgesetzt werden, wenn die Gesellschaft und ihre Organisationen die notwendigen Bedingungen dafür herstellen. Auf Kosten von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, etwa durch eine erneute Verschärfung des § 218 und damit einhergehender Kriminalisierung von Frauen, ist es nicht zu erreichen. 


 

Theologische Aspekte der Gewalt gegen Frauen und Mädchen 

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist auch heute noch Realität, die lange tabuisiert wurde. Auch Kirche muss sich heute der Frage stellen, ob sie nicht über Jahrhunderte das Evangelium so gepredigt hat, dass sie zur Gewaltbereitschaft von Männern, zur Ohnmacht von Frauen und Mädchen und zur gesellschaftlichen Duldung von Gewalt in der Familie beigetragen hat. Wie werden biblische Texte von Frauen erfahren und von Gewaltopfern gehört? Welche Rolle spielt die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte dieser Texte vor dem Hintergrund patriarchaler Herrschaftsmuster? Wie können wir unsere christliche Tradition für die konkrete Praxis des Widerstandes in Anspruch nehmen?


 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 Weiter > Ende >>

Seite 3 von 4