Evangelische Frauen begrüßen Anglikaner-Beschluss zu Bischöfinnen

Hannover (epd). Der Dachverband Evangelischer Frauen in Deutschland begrüßt die Öffnung der Kirche von England für weibliche Bischöfe. «Ich freue mich über den Beschluss und finde ihn theologisch wie aus frauenpolitischer Sicht völlig konsequent und logisch», sagte die Vorsitzende des Verbandes, Brunhilde Raiser, am Dienstag in Hannover dem epd. Da es eine Weihe von Frauen zu Priesterinnen gibt, gebe es aus theologischer Sicht keinen Grund, Frauen das Bischofsamt zu verweigern.

Das Bischofsamt beinhalte zwar mehr Verantwortung, fügte die evangelische Theologin Raiser hinzu. Es sei aber kein «theologischer Qualitätssprung, der Frauen vorenthalten werden kann». Die Bibel gehe von der Ebenbildlichkeit von Frau und Mann vor Gott aus und auch das Apostelamt sei von Frauen und Männern ausgeübt worden, sagte Raiser, die auch Vorsitzende des Deutschen Frauenrates ist.

Zu möglichen Belastungen für die Ökumene, etwa zwischen Anglikanern auf der einen und Orthodoxen und Katholiken auf der anderen Seite, sagte Raiser: «Um der Ökumene willen kann ich meine eigenen Entscheidungen nicht zurückstellen.» In der Ökumene seien Brücken aber keine Selbstverleugnung nötig. Jede einzelne Kirche müsse sich für ihren Weg entscheiden, und für das, was zu ihrem Profil und Ihrem Selbstverständnis gehört. (Evangelischer Pressedienst, 8.7.2008)
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