TagesImpuls 05. April 2013

 



Eine Kirche, die uns zu Liebenden macht

Ich wünsche mir eine Kirche, in der wir Hunger und Durst teilen. In der wir beten. Und Gott verschiedene Namen geben. Eine Kirche, die uns dabei unterstützt, Liebende zu werden. Eine Kirche, die nicht Familie als Ideal fordert, sondern familiäre Räume schafft. Eine Kirche, für die sich Tischgemeinschaft nicht erschöpft im Abendmahl, in einem Bissen Brot und einem Schlückchen Wein; eine Kirche, die Gastfreundschaft übt. Sie muss sie nicht perfekt beherrschen, aber üben. Weltweite Gastfreiheit und konkrete vor Ort mit unseren Nachbarinnen.

Christina Brudereck >>> Frauenmahlsrednerin in Krefeld-Viersen

 






 

Impuls zur Woche

Auferstehung erleben

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„An jenem Tage wurde in Jerusalem ein Auferstandener gekreuzigt“ diese Erkenntnis der Theologin Regula Strobel lässt mich nicht mehr los, wird mir zum Kernsatz christlichen Glaubens: Die Auferstehungsgeschichte beginnt vor Karfreitag und Ostern. Wir können Ostern feiern, weil es unter den Jüngerinnen und Jüngern welche gab – es sollen zuallererst die Frauen gewesen sein, erzählen die Evangelien - die sich auch nach Jesu Kreuzigung durch die Römische Staatsmacht nicht davon abbringen ließen, Auferstehung zu erfahren.

Sie glaubten Auferstehung, weil sie sie vorher erlebt hatten: dass die Schwiegermutter des Petrus auf(er)steht und Diakonin wird; dass das junge Mädchen vom Tot-Sein auf (er)steht; dass der Zöllner Matthäus auf(er)steht, sobald er den Ruf Jesu hört; dass damit eine Gemeinschaft derer wächst, die miteinander essen und im besten Sinne einander dienen – einander dazu verhelfen, die Gotteskraft zum auf(er)stehen wirksam werden zu lassen.

Die Jesus-Gemeinschaft ist vor und nach Karfreitag und Ostern eine Auferstehungsbewegung.

Im Brief an die Gemeinde in Ephesus höre ich die Aufforderung an mich: „ Erhebe dich, die du schläfst und (er)steh auf von den Toten, so wird der Christus dir aufleuchten.“ Manchmal erlebe ich aufstehen als auferstehen. Ich stehe auf, um mich von Gottes Lebensatem immer neu durchströmen zu lassen. Ich werde Teil dieser Aufsteh/Auferstehungsbewegung. Mit dem Motto des Weltgebetstags 2012: ich stehe auf für Gerechtigkeit, für eine Gemeinschaft, die alle wahrnimmt. Ich stehe auf für eine Kirche der Mit-Leidenschaft, eine Kirche, die mich zur Liebenden macht.

 






 

 

Frauenmahl, eine Initiative des
FSBZ Frauenstudien- und -bildungszentrum in der EKD

Unsere Tages- und Wochenimpulse finden Sie hier als Countdown zum Frauenmahl am 3. Mai 2013 auf dem 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Die >>> Autorinnen der Wochenimpulse sind in der evangelischen Frauenarbeit tätig.