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EFiD-Podium zum Nachhören: Im Zusammenhang von Körper und Geschlecht

Können Menschen mit Penis Frauen sein?

Zur Frage „Können Menschen mit Penis Frauen sein?“ fand am 8. September 2021 ein digitales Podium der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) statt. Der Einladung waren mehr als 40 Interessierte gefolgt, sodass sich, moderiert von Frauke Petersen, eine rege Diskussion entwickelte. Ein kuratierter Mitschnitt der Veranstaltung ist online verfügbar unter: youtu.be/H2EgV4Vk-cI?

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Zur Frage „Können Menschen mit Penis Frauen sein?“ fand am 8. September 2021 ein digitales Podium der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) statt. Der Einladung waren mehr als 40 Interessierte gefolgt, sodass sich, moderiert von Frauke Petersen, eine rege Diskussion entwickelte. Ein kuratierter Mitschnitt der Veranstaltung ist online verfügbar unter: youtu.be/H2EgV4Vk-cI​

Im Anhang finden Sie eine Dokumentation des Podiums zum Nachlesen.

 

Zu den Facetten des Begriffs Gender gab Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderforscherin an der LMU München eine Einführung. Prof. Dr. Konstanze Plett, Juristin an der Uni Bremen skizzierte Stationen der historisch-rechtlichen Kontextualisierung des sog. Transsexuellengesetzes (TSG). Elke Spörkel, Pfarrerin und Beraterin sprach zum Thema „Transidentität, Theologie und Kirche“ und berichtete von Erfahrungswerten zum Umgang von Kirchgemeinde und Landeskirche mit Transition. Dr. Antje Schrupp (Politikwissenschaftlerin) beschrieb unter dem Titel „Schwangerwerdenkönnen“ Geschlechterdifferenz entlang der reproduktiven Fähigkeiten und stellte eine Binarität zur Diskussion, die von Menschen mit und Menschen ohne Uterus spricht.

Die Diskussion wurde vielschichtig und engagiert geführt. Für das Nachdenken über die bedingte Verfügbarkeit und Deutungshoheit über Körper und Geschlecht war ebenso Raum, wie der Austausch von Argumenten zur Notwendigkeit und zum konkreten Nutzen des Geschlechtseintrags im Geburtenregister. Die Frage, inwiefern geschlechtsspezifische Schutzräume für transidente Personen zugänglich sein sollten, wurde mit dem Hinweis auf den Bedarf nach je eigenen Schutzräumen für transidente Personen beantwortet. Der Nachholbedarf kirchlicher Einrichtungen hinsichtlich der Sensibilisierung im Umgang mit trans* Personen wurde benannt. Ebenso sei das Angebotsspektrum mindestens im Bereich der Rituale und Seelsorge ausbaufähig. Ein Exkurs zu Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin offenbarte ferner den umfangreichen rechtlichen Regelungsbedarf von Elternschaft sowie die Notwendigkeit eine neue Ethik der Elternschaft zu erarbeiten.