Vielfalt in die Tat umsetzen – Antidiskriminierungsarbeit in kirchlichen Arbeitsfeldern und Diakonie am 12. Juli 2024, Kassel

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Datum: 12. Juli 2024
Uhrzeit: 11:00 – 17:00 Uhr
Ort: Haus der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel

Über die Veranstaltung

Verbinden Sie Theorie und Praxis in der Antidiskriminierungsarbeit und erkunden Sie innovative Ansätze und praktische Werkzeuge. Dieses Event bietet eine Plattform für den Austausch über praxisorientierte Methoden und Good Practice Beispiele zur Stärkung verschiedener Formen von Diversität in kirchlichen Arbeitsfeldern und der Diakonie. Dieses einzigartige Ereignis bringt führende Expertinnen und Experten aus kirchlichen Arbeitsfeldern und der Diakonie zusammen, um innovative und praxisorientierte Ansätze zur Förderung von Diversität zu erkunden.

Programmablauf

  • 11:00 | Eröffnung und spiritueller Impuls
  • 11:30 | Podiums- und Plenumsdiskussion mit Expert*innen, darunter Dr. Beate Hofmann (Bischöfin EKKW), Nathalie Eleyth (@natheology_, Leitung EKD Kammernetzwerk Anti-Rassismus), Maike Schöfer (@ja.und.amen), Nils Finke (EJiR) und Mirjam Roller (Gleichstellungsbeauftragte EWDE)
  • 12:45 | Mittagsimbiss und Gelegenheit zum Networking
  • 13:30 | Marktplatz der Projekte
  • 14:45 | Workshops mit vertiefenden Diskussionen und Anwendungsbeispielen
  • 16:00 | Reflexion und Abschluss der Veranstaltung
  • 17:00 | Ende

Moderation

Dr. Eske Wollrad, Geschäftsführerin Evangelisches Zentrum Frauen & Männer gGmbH i. L. & Nicolas Moumouni, Referent für Interkulturelle Kirchenöffnung der Nordkirche

Marktplatz & Workshops

Neu an Bord! Integrieren und Inspirieren | Onboarding EKKW

Lernen Sie das innovative Onboarding-Konzept der EKKW kennen und diskutieren Sie mit uns über die Stolperfallen von Diversity Management im kirchlichen Kontext.

#LiebeTutDerSeeleGut | Sevinç Topal (Der evangelische Fachverband für Teilhabe (BeB))

Hinter den Kulissen einer inklusiven Social Media-Kampagne des BeB, des evangelischen Fachverbandes für Teilhabe, zum Pride Month für Menschen in der Eingliederungshilfe. Erfahren Sie, wie diese Initiative durch leichte Sprache und vielfältige Medienformate LSBTIQ*-Menschen mit Behinderungen und Communities stärkt und fördert.

Der BeB hat seit 2023 eine Social-Media-Kampagne zum Pride Month in einfacher Sprache gestartet, unter dem Titel „Menschen in der Eingliederungshilfe feiern den Pride Month“ #LiebeTutDerSeeleGut. Diese Initiative adressiert die Herausforderungen, denen lesbische, schwule, bisexuelle, pansexuelle, trans*- und intergeschlechtliche Menschen mit Behinderung oft begegnen – Benachteiligungen, Unverständnis und Ausgrenzung sowohl innerhalb der Gemeinschaften für Menschen mit Behinderung als auch innerhalb der LSBTIQ*-Communities.

Im Rahmen dieser Kampagne werden die Lebenssituationen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und queeren Menschen mit unterschiedlichen Formen der Behinderung, chronischen Erkrankungen, psychischen und anderen Beeinträchtigungen beleuchtet. Dies geschieht durch Interviews, Infografiken und Videobotschaften, die auf den Social-Media-Kanälen von BeB und seinen Mitgliedern geteilt werden.

Die Inhalte der Kampagne umfassen unter anderem eine Einführung in die Begrifflichkeiten sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, die Lebenssituation von LSBTIQ*-Menschen mit Behinderung, Strategien und Maßnahmen zur vielfaltssensiblen Gestaltung von Einrichtungen sowie sexualpädagogische Ansätze zum Umgang mit sexueller Vielfalt in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Außerdem werden Materialien und Angebote zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Leichter Sprache vorgestellt sowie Good-Practice-Beispiele reflektiert.

Antidiskriminierung in der gemeindebezogenen Arbeit und in Verbandsarbeit | Joy Devakani Hoppe (EFiD-Präsidium, Nordkirche)

Entdecken Sie effektive Ansätze für den Umgang mit Menschen, die Diversität ungewohnt finden. Lernen Sie Methoden der transkulturellen, interreligiösen und feministischen Arbeit in Stadtteil und Verband kennen.

JUDAS RELOADED | DiskursLab EA Berlin

Erkunden Sie die biblischen Erzählungen um Judas neu und verstehen Sie historische Kontexte, hinterfragen Sie überlieferte Narrative und enthüllen Sie die Verbindung zwischen antiker Figur und modernem Antisemitismus.

Marktplatz
Die von DisKursLab erprobten und entwickelten antisemitismuskritischen Bildungsmodule für den religionspädagogischen Kontext werden als Prototyp gezeigt. Die Bildungsmodul werden in überarbeiteter Form Ende des Sommers 2024 als öffentliches digitales Bildungsmaterial veröffentlicht. Teile des Materials bestehen aus Comic-Material und spielerischen, kreativen Methoden zur Spurensuche christlicher Signaturen im Antisemitismus. Diese können vor Ort angeschaut werden. Auf dem Marktplatz können wir über die Befunde und Ansätze zu Antisemitismuskritik als religionspädagogische Praxis, auf denen das Material basiert, ins Gespräch kommen.

Workshop
Der Workshop JUDAS RELOADED beginnt mit einer vertiefenden Auseinandersetzung mit der Passionsgeschichte und den in ihr enthaltenden Bildern zu Judas. Er vertieft das Wissen Bezug auf die historische Situation zu Jesu Lebzeiten und Kreuzigung.
Über kreative Elemente beschäftigen wir uns mit der Rezeption der Judas-Figur und stellen die Frage: Warum ist die Figur so bekannt bis heute und was ist das antisemitische Narrativ, das damit bis in den säkularen Antisemitismus eingewandert ist.

Die fragen, die es am meisten betrifft | Guido Heinemann (Interessengemeinschaft Langzeitarbeitsloser) und Sonja Gaidusch (Demokratieberaterin EFAS e. V.)

Lernen Sie, wie von Armut Betroffene zu Akteur*innen des gesellschaftlichen und organisationalen Wandels werden und durch kleine Projekte Demokratie gestärkt und gesellschaftlicher Zusammenhalt gefördert wird

Sexuelle Bildung als Ansatz in der Antidiskriminierungsarbeit | Isa Dvorak & Janina Gruß (Ämter für Jugendarbeit der EKiR / EKvW, ELAGOT NRW, AEJ NRW, Handlungsfeld – Sexuelle Bildung)

Entdecken Sie, wie Sexuelle Bildung Diskriminierung und Gewalt vorbeugt, Solidarität fördert und vielfältige Identitäten, Orientierungen und Körperbilder anerkennen hilft. Erfahren Sie mehr über konsensuelles Verhalten und dessen praktische Umsetzung in der Evangelischen Jugend NRW.

Solidarität und unterstützt die Anerkennung verschiedener sexueller und geschlechtlicher Identitäten, Orientierungen und Körperbilder. Sexuelle Bildung dient als Plattform um respektvoll konsensuelles Verhalten zu erlernen und zu üben. Gemeinsam gehen wir tiefer auf den Beitrag Sexueller Bildung in der Antidiskriminierungsarbeit ein und stellen vor, wie dies im Handlungsfeld ‚Sexuelle Bildung für die Evangelische Jugend in NRW‘ umgesetzt wird.

Vielfalt leben und leiten – Aus der Praxis | Lea-Friedericke Neubert (Diakonie Deutschland) & Sina Balke-Juhn (Evangelische Medienakademie)

Lernen Sie zwei Herangehensweisen aus Organisationsentwicklung und Kommunikation kennen, wie Diversität umgesetzt werden kann und diskutieren Sie über Erfolgsfaktoren sowie Hindernisse von Antidiskriminierungsarbeit im Arbeitsalltag.

Sacred Conversations to End Racism | Nathaly Kurtz (Studentin Ev. Theologie, antirassistische Bildungsreferentin)

Ergründen Sie mit Dr. Velda Love’s Ansatz aus der United Church of Christ, wie mit restaurativer Gerechtigkeit effektive Strategien gegen Rassismus entwickelt werden. Dieser Ansatz verbindet kognitive Lernmethoden mit Körperübungen und persönlicher Reflexion, um eine befreiende Theologie und Spiritualität zu fördern, die zum Handeln ermutigt.

LGBT* und der Weg zur diversitätssensiblen Gemeinde | Marina Müller (Zwischenraum e. V.)

Was heißen diese ganzen Buchstaben LGBTQIA… und was bedeutet „Queersein“? Dieser Workshop beleuchtet, wie Gemeinden zu queerfreundlichen Kirchen werden können. Lernen Sie die Arbeit von Zwischenraum e.V. kennen und erfahren Sie, wie der Verein durch Aufklärung und Gemeinschaftsarbeit Inklusion fördert.

Anmeldung & Kontakt

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Melden Sie sich bitte bei Britta Beyersdorf (beyersdorf@evangelisches-zentrum.de) an. Dies ist eine Veranstaltung der Evangelischen Frauen in Deutschland e. V., für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frauke Petersen (petersen@evangelisches-zentrum.de).

Machen Sie mit!

Seien Sie dabei für einen Tag voller Inspiration, Austausch und praktischer Einsichten. Entdecken Sie, wie Sie Vielfalt nicht nur fördern, sondern aktiv umsetzen können! Wir freuen uns auf Sie,

Sina Balke-Juhn, Leiterin der Evangelischen Medienakademie, Kommunikationswerk der Nordkirche

Alena Höfer, Fachreferentin für Frauenpolitik und intersektionaler Feminismus, Institut Kirche und Gesellschaft, EKvW

Sarah Ntondele, stud. Hilfskraft, Heisenberg-Professur für Literaturgeschichte des Alten Testaments, Ruhr-Uni-Bochum

Frauke Petersen, Referentin Projekt & Change, Ev. Frauen in Deutschland e. V.

Sabine Schött, Referentin Frauenbildung und Diversity, Referat Erwachsenenbildung der EKKW

Frieda Wittenborn, Projektleitung Gendergerechte Ansätze in der Sozialpolitik und Sozialen Arbeit; Co-Projektleitung Gemeinsam für Demokratie! In Diakonie und Kirche, Diakonie Deutschland

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Einladung hier